Mittwoch, 11. Juni 2014

„Bye bye Gatekeeper: Wer bestimmt die Themen im Netz?“ - re:publica 14

In der Session mit Ferda Ataman, Kübra Gümüşay, Anne Wizorek und Sabine Mohamed wurde sehr intensiv für die Nutzung von Twitter geworben.

Twitter ist eine Dienst, der im Gegensatz zu Facebook keinen Filter-Algorithmus beim Anzeigen der Inhalte nutzt. Durch die Verwendung von Hashtags hat man eine mediale Option, gesellschaftlich relevante Alltagsthemen zu benennen und mit einem Hashtag zu besetzen, wie z.B. bei #aufschrei oder #schauhin oder #weareallmonkeys (oder aktuell #AuchichbinDeutschland) geschehen.

Durch das Treffen eines gesellschaftlich relevanten Nervs können so Sammlungen von Tweets entstehen und die Geschichten der betroffenen Personen hinter den Tweets sichtbar gemacht werden. Mittels Resonanz im Web wird ein Thema schließlich von der individuellen Ebene auf die gesellschaftliche Ebene gehoben - zumindest bei den gezeigten Beispielen. Infolge von Vernetzung mit Journalisten und Gatekeepern und einem Erscheinen des Hashtags bei den Twitter Trend Topics lässt sich ein semi-öffentlicher Druck ausüben, der evtl. weitere (Offline-)Wellen auslöst. Hierzu müssten etablierte Medien die Themen in ihren Publikationen aufgreifen und darüber berichten.

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