Samstag, 6. Oktober 2012

Meine "wahrscheinliche" Nutzungsquote spricht gegen den Kauf eines iPhones

Vor fünf Jahren kam das erste iPhone auf den Markt und eröffnete den Reigen der Smartphone-Schwemme. Die Menschheit schlug zu und deckte sich mit den Mobiltelefonen ohne Tasten und Wählscheibe ein. Aber nicht jede und jeder!

Heute - im Jahr "iPhone 5" - scheint der mediale Trend etwas zu stagnieren. Wie bei jedem technischen Gerät oder Software scheint die Nutzungsquote den Anschaffungswert nicht (mehr) zu rechtfertigen. Viele meiner "echten" Freunde aus meinem nicht-facebook-Umfeld scheinen sich kein neustes iPhone anschaffen zu wollen, sondern eher zu einem "klassischen" 25-Euro-Handy zu greifen. Ein Handy, mit dem man - welch ein Wunder - telefonieren und smsen kann. Die Nutzungsquote liegt bei diesem "klassischen" Handy bei "wahrscheinlichen" 80% - bei 100% würden alle Funktionen des Gerätes genutzt.

Ich habe mir - bis heute - noch kein Smartphone gekauft und sehe auch heute noch keinen triftigen Grund für den Kauf eines Solchen. Ich habe feststellen dürfen, dass viele iPhoneler/innen weniger als 10% der Möglichkeiten des Gerätes nutzen. Ich selbst erlebe mit meinem iPad Ähnliches: Trotz vieler heruntergeladener Apps nutze ich nur eins bis max. drei. Somit nutze ich nicht das komplette Potential des Tablets aus. Daraus schließe ich, dass ich auch bei einem iPhone in ähnliche Passivität verfallen werde und dafür ist mir der Anschaffungswert definitiv zu hoch.

Wie sieht es bei Euch aus? Wie hoch ist Eure - gefühlte - Nutzungsquote? Hat es sich für Euch in irgendeiner Form "gerechnet"? Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!


Mittwoch, 11. Juli 2012

Die etwas andere Glückwunschkarte

Was schenkt man einem Missionswerk zu seinem 40. Geburtstag? Die Antwort von meinem Kunden - der Abteilung Mission & Ökumene der Evangelischen Landeskirche in Baden - und mir: Eine Google-Map mit Videos. Zeitzeugen erzählen in Videos ihre Geschichte(n) aus 40 Jahren EMS - Evangelische Mission in Solidarität. Klicken Sie sich durch...

13 Geschichten aus 40 Jahren EMS - Evangelische Mission in Solidarität

Link: Mein Gegenstand aus "40 Jahren EMS - Evangelische Mission in Solidarität" auf einer größeren Karte anzeigen.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Meine Firma im (mobilen) Web 2.0

Vor kurzem saß ich bei einem Kunden und wir gaben ihn und seine Dienstleistung bei Google ein. Die Trefferliste war auf der einen Seite sehr vielversprechend (Google spuckte ihn aus!), auf der anderen Seite zeigte die Trefferliste Webverzeichnisse an, bei denen er falsch oder/ und fehlerhaft gelistet war. Wir machten uns die Mühe und aktualisierten einige der Einträge.

Sollten auch Sie ein Ladengeschäft in der Fußgängerzone, einen gastronomischen Betrieb o.ä. haben, sollten auch Sie sich die Mühe machen und Ihre Daten auf folgenden Website überprüfen und gegebenenfalls kostenlos ändern:

  • www.google.com/places: Der Dienst von Google ist wichtig, da der Standort in den Suchergebnissen auftaucht,
  • www.yelp.com: Auf diese Datenbank greift Apple zurück, wenn man den Kartendienst auf seinem iPad oder iPhone öffnet. Wer hier hinterlegt ist, kann mobil gefunden werden,
  • www.meinestadt.de: Schneller und kompakter Überblick über eine Stadt.
  • Oft besitzt auch Ihre Heimatstadt auf der Website ein eigenes Branchenverzeichnis. In Weinheim ist das z.B. der Fall - auch hier kann man sich eintragen und gefunden werden: www.weinheim.de/servlet/PB/menu/1279565_l1/index.html.

Weitere Plattformen werden an Relevanz gewinnen. Sie sollten somit das Thema weiter beobachten, wenn Sie via Web oder mobil gefunden werden wollen. Eins kann ich Ihnen versichern: Ihre Kunden werden Sie suchen!

Sonntag, 6. Mai 2012

Ulli Naefken berichtete als Urlaubskorrespondent via Social-Media aus Kreta

Im April 2012 machte ich mich auf den Weg nach KRETA zum Tourismuskongress DESTINATION MEETS ONLINE 2012. Und ich hatte Reisbegleiter/innen: Online begleitete mich mein komplettes Facebook-twitter-YouTube-Netzwerk und konnte so via Internet jede Etappe der Reise mitverfolgen. Über meine Rolle als Urlaubskorrespondent hielt ich schließlich auf dem Kongress einen Vortrag.

Anbei eine Auflistung von all meinen medialen Aktivitäten vor, während und nach dem Kongress:
Fazit: Es hat Spaß gemacht und ich habe von viele positive Rückmeldungen aus meinem Netzwerk erhalten. Bleibt eine Frage offen: Wohin nimmst Du mich mit in Urlaub?

Sonntag, 22. April 2012

Vortrag von Ulli Naefken - gehalten auf der DESTINATION MEETS ONLINE 2012

Tourismus 2.0 – Das Urlaubs-Korrespondenten-Netzwerk
Gäste sind die besten Botschafter einer Destination

Mein Name ist Ulli Naefken, ich habe Filmproduktion studiert. Während meines Studiums und danach beschäftigte ich mich mit dem Thema „User Generated Content“ und welchen Einfluss dies auf alle Branchen hat. Es freut mich sehr, dass ich ein zweites Mal auf Kreta sein darf. Mein erstes Mal war im Januar 2001 - also vor elf Jahren. Damals habe ich ganzen fünf Personen von meinem Urlaub auf Kreta erzählt. Das Netzwerk bestand aus unseren beiden Nachbarn, von denen einer uns zum Flughafen gefahren hatte, meiner Oma und zwei Arbeitskollegen. Es war die Zeit ohne facebook, YouTube, iPhone und iPad.

Heute - im April 2012 - bin ich nun wieder hier. Aus dem Mini-Netzwerk von fünf ist ein Netzwerk von über 1.000 Personen geworden, die über facebook, twitter & Co. mich auf meiner Reise hier nach Kreta begleiten. 1.000 Follower, Fans oder Freunde, die mir - zum Großteil - im realen Leben einmal begegnet sind und mit denen ich über das Medium Internet den Kontakt aufrechterhalten kann: Ehemalige Klassenkameraden, ehemalige Kollegen, Kunden, Verwandte, Freunde, Nachbarn und Urlaubsbekanntschaften.

Aus einem Netzwerk von fünf wurde innerhalb von elf Jahren ein Netzwerk von 1.000 - was hat sich in den vergangenen elf Jahren verändert?

Ich möchte drei Dinge hervorheben:

1. Vernetzungsdichte: In den letzten fünf Jahren ist die Vernetzungsdichte in der Welt enorm gestiegen: Internetdienste wie facebook, twitter, XING & Co. haben uns Nutzerinnen und Nutzer ein weltumfassendes Beziehungsnetzwerk weben lassen. Die Welt hat sich im Bewusstsein Vieler zum globalen Dorf entwickelt. Fast jeder Winkel der Welt wird beobachtet und die Geschehnisse von unseren „Freunden“ für uns dokumentiert. Es liegt lediglich an uns selbst, die Scheu vor den neuen medialen Möglichkeiten abzulegen und sich auf dieses Terrain vorzutrauen. facebook ist hier der größte Profiteur des Zeitgeistes.

2. Smartphone-Penetration: Können Sie sich noch an ihr erstes Handy erinnern? Meins war groß, schwer und von Motorola. Ich konnte damit telefonieren und SMS versenden. Der Akku war so dick wie meine Hand und das Display nicht besser als ein Taschenrechner. Durch Apple, HTC & Co. wurde aus dem schlichten Telefon ein mobiles Taschenmesser: Heute können sie mit dem Smartphone im Internet surfen, Fotos und Videos produzieren, Musikhören, Angry Birds spielen, sich die Bettlektüre herunterladen - auch ja - und ab und zu auch noch telefonieren. Ein mobiler Alltagsbegleiter von morgens bis abends.

3. Webvideos: Wenn sie für das Fernsehen oder Kino einen Werbespot produzieren lassen wollen, mussten sie früher tief in die Tasche greifen: Die Technik war teuer, das Personal musste angeheuert werden. Richtig große Werbefilmproduktionen drehten früher auf Zelluloid. Mit dem Aufkommen der Videokassette in der 80er-Jahren emanzipierte sich die Filmherstellung und das Filmeanschauen. Bewegte Bilder waren auf einmal bezahlbar und man wurde zum eigenen Programmdirektor: Man konnte das Fernsehprogramm aufnehmen und zeitversetzt anschauen. Hobbyfilmer mussten Kassetten kopieren, um so ihr Publikum zu erreichen - die Reichweite der Videofilme kam somit nicht an die Reichweite des Fernsehens und Kinos heran. Im Jahr 2005 bekam das Medium Video neuen Rückenwind. YouTube wurde geboren und ist seitdem mit an der Spitze der meistbenutzten Webdienste - und zwar von Zuseher- als auch von der Filmhersteller-Seite. Jede und jeder kann nun TV-Sender sein: Früher war das Hochzeitsvideo nur für die eigene Familie gedacht - heute kann es weltweit jede und jeder abrufen.

Wie kann man die Vernetzungsdichte, die Smartphone-Penetration und Webvideos für den Tourismus 2.0 nutzen?

Wir halten fest: Jeder Netzwerkknoten ist eine real existierende Person. Diese Person bewegt sich redaktionell in den ihr vertrauten Themengebieten: Interessiert sie sich für‘s Kochen, für den Reitsport oder ihre Heimat wird die Person in ihren Tweets bei twitter bzw. in ihren Posts bei facebook genau darüber berichten. Verlässt diese Person nun ihr heimatliches Territorium und begibt sich auf eine Urlaubsreise, dann nimmt sie ihr komplettes Netzwerk mit: 500 Freunde bei facebook, 300 Follower bei twitter und 75 Abonnenten bei YouTube verfolgen jede einzelne Etappe ihrer Reise. Die Person schlüpft in die Rolle eines Urlaubs-Korrespondenten bzw. einer Urlaubs-Korrespondentin und dokumentiert in Form von Fotos, Videos und Blogbeiträgen ihre Reise und teilt so Eindrücke und Erlebnisse mit dem Netzwerk. Das Netzwerk wiederum hat die Möglichkeit mit dem Urlaubs-Korrespondent bzw. der Urlaubs-Korrespondentin zu interagieren und mit seinem Netzwerk die Urlaubsfotos zu teilen.

Dies ist kein Zukunftsszenario, sondern es passiert heute, hier und jetzt! Personen nutzen die Social-Media-Plattformen, um über ihre aktuellen Ferienerlebnissen zu berichten. Aber nicht nur das: Ich habe bei facebook einen Freund, der über den letzten Sommer auf Mallorca gearbeitet hat und uns via facebook vom Inselleben berichtete. Ein weiterer facebook-Freund arbeitete mehrere Monate auf einem Kreuzfahrtschiff und hat uns so mitgenommen auf seine Reise rund um die Welt. Ich habe zur Zeit auch die Rolle als Urlaubs-Korrespondenten inne und berichte meinem Netzwerk von meiner Kreta-Reise.

Frage in die Runde: Wer berichtet ebenfalls den facebook-Freunden zuhause von der „Destination meets online“? (Demo! Sollte sich jemand melden: „Könnten Sie ein Foto von mir machen wie ich hier stehe und vortrage? Ich würde das Foto gerne jetzt auf meiner Pinnwand posten?“ - Foto)


Die ist das entstandene Foto

Wie könnte man als Teil einer Urlaubsdestination nun die Urlaubs-Korrespondenten unterstützen? 7 Anregungen.

1. Schaffen Sie die Infrastruktur: Ich will - nein - ich muss als Urlaubs-Korrespondent immer online sein. Im Hotel, am Flughafen und den Sehenswürdigkeiten sollte es immer freies Internet für alle geben. Ich mache hier und jetzt mit meinem iPhone ein Foto. Ich möchte es hier und jetzt hochladen. Dazu benötigt man einen freien W-Lan-Hotspot, der es jeder und jedem ermöglicht, sich online seinem Netzwerk mitzuteilen.

2. Im Urlaub lernt sich leichter: Bieten Sie in Ihren Hotels Schulungen zum Thema „Wie fotografiere ich richtig?“, „Wie schneide ich ein Video?“, „Wie funktioniert eigentlich facebook?“ an. Es gibt nirgends besser Motive als bei Ihnen: Buchten, Berge und Sonnenuntergänge. Dies alles gehört festgehalten und geteilt. Durch freiwilliges und generationsübergreifendes Ausprobieren macht lernen Spaß! Die Gäste werden es Ihnen danken, da Sie das Gelernte gleich in der Praxis anwenden können.

3. Stellen Sie sich einen kleinen Technikfundus an Equipment zusammen: Technik, die Ihre Gäste ausleihen können. Neben Kameras und Computer sind internetfähige Smartphones am Wichtigsten - denn nicht jeder Gast hat einen mobilen Internet-Flat-Tarif für das jeweilige Urlaubsland.

4. Was früher die Postkarte war, ist vielleicht heute eine Videobotschaft? In New York kann man direkt aus einer Umkleidekabine in einem Modegeschäft via Videospiegel das Netzwerk fragen, ob das Kleid einem steht. Warum nicht eine solche Box inkl. Videospiegel in einer Boutique oder neben der Rezeption im Hotel aufstellen? So lassen sich Videosgrußbotschaften oder Videoanfragen Ihrer Gäste an das jeweilige Netzwerk aufnehmen und via eMail oder facebook versenden,

5. Wenn es nicht die öffentlich zugängliche Videobox sein soll, warum nicht vom Hotelzimmer aus? Die nächste Generationen an Flachbildschirmen werden u.a. mit Kamera und Smart TV ausgestattet sein. Somit wird aus jedem Hotelzimmer ein Filmstudio, von dem man aus online via Bildtelefonie mit Zuhause Kontakt halten kann.

6. Geocaching: Der Trend der elektronischen GPS-Schnitzeljagd in Form von Geocaching eröffnet jüngeren Zielgruppen einen spielerischen Zugang zur Urlaubsdestination. Verstecken Sie gezielt an bisher unentdeckten Ecken Ihrer Urlaubsdestination Geocache-Behälter mit einer besonderen Belohnung.

7. Ein letztes: Nutzen sie QR-Codes an touristisch interessanten Orten! Erweitern Sie die QR-Guides mit einem netten Schmankerl: Nach Abfotografieren eines QR-Codes mit dem Smartphone öffnet sich eine mobile Website mit mehrsprachigen Audioguides. Die Audiodatei des Guides kann man in seiner jeweiligen Landessprache abspeichern und Zuhause oder im Hotel in ein Videoschnitt-Programm importieren und bei seinem selbst gefilmten Material als Tonspur unterlegen. Den fertigen Film lädt man bei YouTube hoch - so schnell bekommen Sie ein mehrsprachiges Imagefilmarchiv - produziert von Ihren Gästen.

Mit der Zeit müsste für jede Urlaubsregion auf diversen Internetplatformen eine Menge an Daten zusammengekommen, die man dann in einen allumfassenden Internetdienst zusammenführen müsste. In einer großen Daten-Karte ließen sich für jede Urlaubsregion Highlights und Hauptrouten der Urlauber herausfiltern: Wohin zieht es die deutschen Touristen? Wohin die Russischen? Die Urlaubsregion wird zum real existierenden Reisekatalog - nur nicht mehr in gedruckter, sonder in elektronischer Form.

Bis ich das nächste Mal auf Kreta sein werde, versorgt mich mein Netzwerk mit Reisedokumentation aus allen Ländern dieser Erde. Aus den damals für mich sehr langatmigen Diaabenden bei Familie oder Freunden werden nun tolle Social-Media-Reportagen - live und in Farbe.

Wohin werden Sie mich mitnehmen?

Ich danke Ihnen.

Gehalten auf der http://www.destinationmeetsonline.de 2012 auf Kreta.

Samstag, 21. April 2012

DESTINATION MEETS ONLINE 2012

Die DESTINATION MEETS ONLINE 2012 (DMO) hatte heute auf Kreta ihren großen Kongresstag: In Grußworten, Workshops und Vorträgen wurden diverse Thema angeschnitten. Einige Impulse möchte ich hiermit weitergeben:

Stavros Arnaoutakis, der Gouverneur von Kreta, sprach in seinem Grußwort von Kreta als Insel, der ewigen Werte. Eine Insel, auf der Griechenlands und Europas gemeinsame Wurzeln liegen. Er sieht die DMO als Chance, als Region Kreta nicht die Flucht in die Vergangenheit zu ergreifen, sondern durch neue Impulse, gemeinsam als Touristik-Branche, die anstehenden griechischen Herausforderungen zu lösen und das Produkt und die Marke „Kreta“ weiter auszubauen.

Jürgen Büchy, Präsident DRV Deutscher ReiseVerband, beleuchtete zu Beginn die Akzeptanz der Onliner in der Tourismusindustrie. Bei seinem Wahlkampf bekam er oft den Satz zu hören: „Bitte schalten Sie wieder das Internet ab!“ Hier möchte er als Verband Brücke sein zwischen der Online- und der Offline-Welt. D.h. konkret: Die Offline-Reisebüros sollten auch online präsent sein, da die Kunden ebenfalls in beiden Welten zu Hause seien (Anmerkung von mir: Ich glaube, dies betrifft die Reisebüros und den Einzelhandel ebenso wie die Kirchen und ist somit kein Phänomen des Tourismus. Es bleibt viel zu tun!). Die Agenda des DRVs muss somit lauten: Barrieren abbauen - Chancen sehen! Denn Deutschland hinke im weltweiten Vergleich mit der Onlinedurchdringung hinterher. Dies sei vor allem erkennbar in der Tourismusbranche am Umsatz. Gründe könnten in der Historie, den gewachsenen (Vertriebs-)Strukturen und im Verbraucherverhalten liegen - hier fiel von ihm die Bezeichnung "Der Deutsche als scheues Reh“.

In seinem Vortrag lobte Dr. Axel Jockwer von HolidayCheck AG die 100%ige Gastfreundschaft der Griechen als hohes Gut. Durch die Medienberichterstattung kam es - nach Analyse der HolidayCheck-Daten - zu Rückgängen von Bewertungen und Buchungen. Ängste und der Zweifel, ob man als Deutsche in Griechenland noch willkommen sei, wuchsen. Die Türkei profitierte z.Zt. von der politischen Lage in Griechenland und Ägypten - nach seiner Statistik - am Stärksten. Nun heiße es, als Urlaubsdestination zu reagieren, denn die Symptome der Wirtschaftskrise zerstöre das Vertrauen der Stammkunden in das Urlaubsland. Er schlug vor, mehr Präsenz im Internet zu zeigen, die Softfacts vor Ort zu stärken, die Gäste zu verwöhnen, um den Multiplikatoren-Effekt sich als Hotel etc. zu eigen machen zu können.

Social-Media-Experte Michael Faber bot uns allen einen sehr guten Überblick über die Social-Media-Welt verbunden mit dem Hinweis: „Der Kunde nutzt Social Media vor, während und nach der Reise“. Hier sollten auf die Gäste motivierenden eingewirkt werden, damit diese über ihren Urlaub berichten.

Claudia Brözel von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (Eberswalde) präsentierte Ergebnisse ihrer repräsentativen Studie über das Image von Griechenland in Deutschland. Die großen Pluspunkte sind die Kultur & Historie, die Strände, die abwechselnde Landschaft, die offenen und freundlichen Gastgeber und die hervorragende Gastronomie. Sie appellierte an die Anwesenden - auch online - sich bei erfahrenen Griechenland-Urlaubern in Gespräch zu bringen, damit das Positive nicht in Vergessenheit gerät.

Die Bewertungsportale sind ein wichtiger Webdienst geworden. Seinen zweiten Vortrag begann Dr. Axel Jockwer mit der These: „Gute Hotels bekommen Krisen weniger zu spüren!“ Nach Analyse der HolidayCheck-Datenbank konnten, z.B. in Ägypten, die top-bewerteten Hotels ihre Buchungen steigern während der Gesamtmarkt stagnierte. D.h. das Thema Bewertungsportale gehört auf die tägliche Agenda eines jeden Hotels. Dass dies Auswirkungen auf die Kultur des Hauses und der Mitarbeiterschaft habe, sei nicht auszuschließen - aber ist sei auch eine Chance. Er verdeutlichte anhand eines Hotels in der Türkei, dass diese durch Intensivierung ihrer Aktivitäten in diesem Bereich ihre Buchungszahlen erheblich steigern konnten.

Mein Fazit: Es bleibt spannend wie sich die Offline- und Online-Welt weiter zueinander verhält. Ich glaube, es geht nur miteinander und mit einer ganzheitlichen Strategie - egal in welcher Branche.

Freitag, 13. Januar 2012

Warum Social Media?

"Warum Social Media?" Gute Frage! Gegenfrage: Warum Telefon? Gemeinsame Antwort: Wir Menschen nutzen Medien, um in Kontakt zu treten und unsere Beziehung aufrechtzuerhalten bzw. zu pflegen. Hierzu ist "Social Media" eine neue mediale Option, die Telefon, Brief oder Fax ergänzt und nicht ersetzt!

Für mich ist "Social Media" Identitäts-Management, Aufbau und Pflege seines sozialen Beziehungsnetzwerks, eine Lebensweise und eine Überlebensstrategie im Internets der Gegenwart. Und für Dich?