Freitag, 23. Dezember 2011

Was macht eigentlich ein Social-Media-Producer?


Die Berufsbezeichnung Social-Media-Producer (SMP) stammt nicht von mir. Allerdings hat mir die Wortkreation aus dem Medienkanal “Social Media” und dem Job eines “Producers” vor einiger Zeit so gut gefallen, dass ich ihn erst einmal adaptierte. Nach einigen Monaten  als selbstständiger SMP möchte ich meine Definition der Berufsbezeichnung nachreichen:

1. Ein Social-Media-Producer entwickelt und koordiniert die Social-Media-Strategie seiner Kunden und produziert schließlich gemeinsam mit einem Team von Social-Media-Reportern – oder eigenständig – Beiträge in Form von Videos, Fotos und Textbeiträgen. Er weiß, was sich hinter dem Begriff ZMOT verbirgt und nutzt dieses Wissen bei der Produktion und Koordination der Beiträge im Internet.

2. In interdisziplinären Teams entwickelt der SMP gemeinsam mit dem Kunden eine Social-Media-Strategie. Diese beinhaltet eine Definition der Zielgruppen, eine Vernetzungsstrategie mit den Zielgruppen über die jeweilige Social-Media-Plattformen und dem Finden von Ideen für redaktionelle Inhalte, die zum Medienkanal Social Media passen. Des weiteren werden gemeinsam mit dem Kunden Ziele, Ressourcen und ein Budget festgelegt.

3. Im Rahmen der Konzeptionsfindung tritt der SMP als Coach in Erscheinung und hilft dem Kunden bei der Wahrnehmung seines Selbstbildes. Er führt Schulungen, Fortbildungen und Workshops (Kameratraining, Kommunikationstraining, Recht, Mediengeschichte, facebook & Co.) für und mit dem Kunden durch und stärkt so die Medienkompetenz der in Social Media aktiven Mitarbeiterschaft des Kunden.

4. In der Praxisphase bleibt der SMP zentraler Ansprechpartner. Er ist Stimme und Ohr des Kunden und übernimmt bei der Umsetzung der Social-Media-Strategie die Redaktionsleitung sowie das Community Management – eine Option wäre auch eine Inhouse-Lösungen des Kunden. Er koordiniert die Social-Media-Reporter-Schar, die Inhalte in Form von Filmen, Fotos und Textbeiträgen für die einzelnen Social-Media-Kanälen produzieren. Der SMP ist ebenfalls vertraut mit den klassischen PR-Instrumenten und ist Schnittstelle zwischen alter und neuer Medienwelt (Website, Pressemitteilung, Flyer etc.). Bei der Gestaltung und Umsetzung von Website, Pressemitteilungen und Flyer kann er sich ebenfalls einbringen.

5. In seinem eigenen Medienlabor beobachtet der SMP den Medienmarkt und testet in Pilotprojekten neue mediale Optionen. Die gesammelten Erfahrungen gibt er an seine Kunden weiter.

6. Egal, ob facebook, Flyer oder Festessen. Mit seinem Netzwerk an Partnerfirmen ist der SMP in der Lage, Dienstleistungen in hoher Qualität anbieten zu können. So lassen sich Lebenserfahrung, Fachwissen und neuartige Visionen wunderbar unter einen Hut bringen und Beziehungen im analogen und digitalen Umfeld knüpfen und pflegen.

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